Halogenlampen

Halogenlampen gibt es in der Hochvolt-Ausführung für Netzspannung 230 Volt und als Niedervolt-Lampen.
Halogenlampen sind Temperaturstrahler. Sie überzeugen durch ein angenehm frisches, brillantes Licht und sehr gute Farbwiedergabe
(Ra 100).

Für einen geringeren Energieverbrauch sorgt bei bestimmten Halogen-Lampentypen eine infrarotreflektierende (IR-) Beschichtung des Lampenkolbens. Diese Beschichtung reflektiert die von der Glühwendel abgegebene Wärmestrahlung zum großen Teil wieder auf die Wendel.

Halogenlampen gibt es in der Hochvolt-Ausführung für Netzspannung 230 Volt und als Niedervolt-Ausführung. Alle Halogenlampen sind dimmbar; bei den Niedervolt-Lampen müssen Dimmer und Transformator zueinander passen.

Seit September 2016 werden Hochvolt-Halogenlampen mit gerichtetem Licht, deren Effizienzklasse niedriger als B ist, ausgephast. Dies ist geregelt in der Verordnung Nr. 244/2009 „Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von Haushaltslampen mit ungebündeltem Licht", die 13. April 2009 in Kraft getreten ist. Hochvolt-Halogenlampen mit ungerichtetem Licht dürfen seit September 2018 nicht mehr in den Markt gebracht werden. Grundsätzlich gilt aber, dass Restbestände auch nach dem Marktaustritt abverkauft werden dürfen.

Halogenkreislauf

Halogenlampen enthalten im Füllgas geringe Zusätze von Halogenen bzw. deren Verbindungen. Durch den Zusatz der Halogene ist es möglich, innerhalb einer bestimmten Temperaturspanne die Kolbenschwärzung (bedingt durch abdampfende Wolframatome) und den mit ihr einhergehenden Lichtstromrückgang praktisch zu unterbinden; der Lichtstrom bleibt konstant. Im Halogenkreisprozess werden die abgedampften Wolframatome von Halogenatomen eingefangen und wieder an der Wendel abgelagert. Das erhöht die Lichtausbeute und verlängert die Lebensdauer.

Durch die geringen Abmessungen des Brenners und der Wendel ist eine präzise Lichtlenkung möglich.

Hochvolt-Halogenlampen

Halogenlampen für Netzspannung gibt es in zahlreichen Ausführungen – mit und ohne Reflektor. Stabförmige Lampen (Sockel R7s) enthalten Xenon und/oder Krypton und sind damit effizient. Vor allem für flutendes Licht eignen sich die zweiseitig gesockelten Hochvolt-Halogenlampen.

Hochvolt-Halogenlampen mit Kolben und Schraubsockel – E 27 (großer Sockel) oder E 14 (klein) – eignen sich problemlos, um Glühlampen zu ersetzen. Weitere Hochvolt-Halogenlampen ohne Reflektor (und ohne Hüllkolben) ähneln in Aussehen und Lichtwirkung Niedervolt-Halogenlampen, eignen sich jedoch nur für den Betrieb an Netzspannung 230 Volt.

Niedervolt-Halogenlampen

„Viel Licht und wenig Lampe" – so lässt sich die Niedervolt-Halogenlampe beschreiben. Dank der kleinen Abmessungen kann ihr brillantes Licht für punktgenaue Anstrahlungen (Akzentbeleuchtung) gebündelt (spot), mit entsprechendem Ausstrahlungswinkel aber auch breit strahlend (wide flood) eingesetzt werden. Niedervolt-Halogenlampen müssen mit einem Transformator betrieben werden, der die Netzspannung auf 12 Volt reduziert.
 
Niedervolt-Halogenlampen gibt es mit oder ohne Reflektor. Reflektoren sind aus Metall oder verspiegeltem Glas gearbeitet, mit verschiedenen Ausstrahlungswinkeln. Kaltlichtreflektorlampen, besonders geeignet zum Schutz wärmeempfindlicher Materialien, leiten zwei Drittel der Wärme nach hinten ab.

Niedervoltlampen ohne Reflektor werden gerne als „Sternenhimmel" konfiguriert. Um die Gefahr des Zerplatzens im frei brennenden Betrieb auszuschließen (Norm EN/IEC 60598), sind auch sie in Niederdrucktechnik gefertigt.

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